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Die beste Katze der Welt

Vor zwei Wochen wurde die beste Katze der Welt eingeschläfert, Lisa. Vor fast 18 Jahren ist sie uns zugelaufen und bei uns geblieben. Damals war sie schätzungsweise drei Jahre alt. Sie hat ihren Kopf immer leicht schief gehalten, wohl seit einer Krankheit. Dadurch sah sie immer besonders lieb aus – auch wenn sie es nicht immer war. Außerdem war Lisa sehr zutraulich, sie hat alle um ihre Pfote gewickelt, selbst die Zeitungsbotin hatte immer ein Leckerli für sie dabei.

Als wir sie bekamen, war Lisa schwanger. Eins ihrer Kinder blieb bei uns, ihr Sohn Willi. Leider lebte er nur drei Jahre, dann starb er an einer Vergiftung mit Rattengift.

Lisa war sehr schlau, jedenfalls für Katzenmaßstäbe. Früher mussten wir öfters feststellen, dass sie den Kühlschrank geöffnet und die Margarine ausgeleckt hat. Ich hab viel mir ihr geteilt. Mein Bett zum Beispiel. Faszinierend, wieviel Platz eine so kleine Katze einnehmen kann. Und als ich klein war, habe ich sie manchmal heimlich an meinem Brot naschen lassen. Lisa hat Käse geliebt. Als meine Schwestern klein waren, ist die Katze zu ihnen gegangen, wenn sie geschrien haben. Eine richtige Betreuer-Katze. Sie hat uns Geschenke gemacht, auch wenn sich niemand so wirklich darüber gefreut hat. Tote Mäuse stehen nunmal nicht auf meinem Wunschzettel. Und sie ist mit mir mal in die Schule gegangen und hat bis nach dem Unterricht auf mich gewartet. Im Sommer ist sie ein paar Mal für einige Wochen verschwunden, aber wir haben sie immer wieder gefunden.

Im letzten Jahr ging es ihr leider immer schlechter. Sie war taub und hat gemaunzt wie verrückt, außerdem hat sie sich nicht mehr nach Draußen getraut. Die Nachbarskatze war wohl stärker. Irgendwann fing sie an zu humpeln und schließlich wuchs ihr ein Geschwür am Hals. Viel mehr als Fressen und Schlafen (+Gekrault werden) hat sie am Ende nicht mehr gemacht. Es war Zeit für sie, zu gehen. Leider. Denn sie war die beste Katze der Welt.

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6 Comments

  • Antworten Bella 30. August 2011 at 20:20

    Das tut mir sehr leid. Wenn man ein Haustier so lange hat gehört die einfach zur Familie. Aber es ist bestimmt besser für Lisa wenn sie keine Schmerzen mehr hat.

  • Antworten Ella 31. August 2011 at 18:20

    Es ist immer traurig, wenn das eigene Haustier nicht mehr da ist.
    Es fehlt etwas. Vor allem, wenn es so lange daheim war und ein Teil der Familie wurde…

    Die Geschichte hinter & um Lisa war & ist wirklich interessant. Wie du es beschreibst… merkt man sehr, wie du sie, Lisa, geliebt hast.
    Sie bleibt bei dir. In deinen Erinnerungen. Die kann dir keiner nehmen. :-)

  • Antworten josina 31. August 2011 at 20:20

    Lisa wird immer die beste Katze der Welt

  • Antworten Caro-Rot 6. September 2011 at 17:49

    Mein Beileid. :(( Aber wahnsinn, wie alt sie geworden ist.

  • Antworten Antje 8. September 2011 at 10:42

    ….sowas ist wohl das Schlimmste, wenn ein gebliebter Gefährte gehen muss.. aber vielleicht helfen dir die Worte..

    „Es gibt eine Brücke, die verbindet den Himmel und die Erde. Man nennt sie die
    Regenbogen-Brücke wegen ihre vielen Farben. Gerade noch auf dieser Seite der
    Regenbogen-Brücke liegt ein Land von Wiesen, Hügeln, und Tälern mit saftigem grünen
    Gras.
    Wenn ein geliebter Gefährte stirbt, dann geht er zu diesem Ort. Es gibt immer zu
    fressen und Wasser und warmes Frühlingswetter. Die alten und gebrechlichen Tiere
    sind wieder jung. Die kranken und verstümmelten Tiere sind wieder gesund. Sie
    spielen den ganzen Tag miteinander.

    Es fehlt nur eine Sache: Sie sind nicht mit dem speziellen Menschen zusammen, der
    sie auf der Erde geliebt hat. So rennen und spielen sie jeden Tag, bis der Tag kommt
    an dem eines plötzlich aufhört zu spielen und aufschaut. Der Kopf erhoben, die Ohren
    sind aufgerichtet. Die Augen starren. Und plötzlich rennt dieses eine von der Gruppe
    weg.

    Es hat Dich gesehen, und wenn Du und Dein Freund sich treffen, dann nimmst Du ihn in
    Deine Arme und hältst ihn. Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst und Du
    schaust wieder in die Augen Deines treuen Gefährten. Dann überschreitet ihr die
    Regennogen-Brücke zusammen, um nie mehr getrennt zu werden.“

    Viele liebe Grüße

  • Antworten Rudi 15. September 2011 at 23:05

    Oh das tut mir leid!! Lisa war echt ne tolle Katze!

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