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Selbstgemachte Naturkosmetik

Selbstgemachte Naturkosmetik? Da hatte mein Lieblingsmann erstmal Bedenken, ob ich jetzt zum Öko-Hipster mutiere. Ob dem so ist kann ich schlecht einschätzen, aber ich sehe in selbstgemachter Naturkosmetik nur Vorteile:

  1. Spaß. Denn: Selbermachen macht mir Spaß.
  2. Inhaltsstoffe. Ich weiß genau, was drin ist. Und hey – wir kochen (meistens) auch lieber selber anstatt Fertiggerichte zu essen.
  3. Individualisierbarkeit. Ich kann die Sachen so herstellen, wie ich sie haben möchte. Duft, Fettgehalt, Konsistenz – alles direkt von mir beeinflussbar.
  4. Preis. Ich bin letztes Jahr mal durch so einen sündhaft teuren Naturkosmetik Laden geschlichen. Sehr verlockend aber teuer und für meinen Geschmack zu duftig.

Mich hat das überzeugt. Also habe ich mir ein paar grundlegende Zutaten – wie verschiedene Pflanzenfette, Bienenwachs und ein paar ätherische Öle besorgt und losgelegt. Meine ersten beiden Naturkosmetik-Produkte sind wirklich simpel. So simpel, dass ich mich getraut habe, die Rezepte für mich anzupassen (es gibt für diese Produkte sehr viele ähnliche Rezepte im Internet).

Als erstes habe ich mir leicht nach Limette duftende Lotion Bars hergestellt. Passend dazu habe ich mir dann noch ein sommerliches Limetten-Peeling zusammengerührt.

Lotion-Bars

Zutaten Naturkosmetik Lotion Bar

  • 1 Teil Kokosöl
  • 1 Teil Kakaobutter oder Sheabutter
  • 1 Teil Bienenwachs
  • Ätherische Öle nach Belieben

Kokosöl, Kakaobutter (oder Sheabutter) und Bienenwachs in einer Schüssel über einem halb vollen Topf mit Wasser schmelzen. Wenn sich alles aufgelöst hat, die Mischung kurz abkühlen lassen und dann das ätherische Öl hinzugeben. Ich habe ein paar Tropfen Limettenöl genommen.

Limetten-Peeling

  • 1 Teil brauner Zucker
  • 1 Teil Kokosöl
  • Limettensaft nach Belieben

Zunächst den braunen Zucker mit einer Kaffee-/Kornmühle fein mahlen. Ich persönlich mag das Peeling am liebsten, wenn der Zucker schon fast pudrig ist. Das Kokosöl im Wasserbad schmelzen und den Zucker unterrühren. Den Limettensaft ebenfalls hinzugeben. Die Mischung abkühlen lassen und immer mal wieder umrühren.

Heraus kommt eine sehr sommerlich duftende Paste, die vor dem Duschen als Peeling aufgetragen wird. Nach dem Abduschen bleibt ein dünner Film auf der Haut – die dadurch wirklich zart wird. Ich bin wirklich überrascht, wie einfach und effektiv so ein selbstgemachtes Peeling ist. Durch den frischen Limettensaft ist das Peeling übrigens nicht unbegrenzt lange haltbar – muss es aber auch nicht – schnell zusammengerührt und schnell verbraucht, lautet meine Devise.

Interessante Rezepte

Ich habe nicht vor, in Zukunft meine komplette Kosmetik selbst anzurühren. Und ich nutze auch gerne konventionelle Produkte, wenn sie mir gefallen. Aber es gibt durchaus einiges, was ich gerne mal selbermachen möchte. Beim Stöbern im Internet bin ich auf folgende Rezepte gestoßen, die ich gerne noch testen möchte. Die Rezepte sind grob nach Aufwand sortiert – je weiter unten in der Liste, desto aufwändiger!

Lippenbalsam – Ein ganz einfaches Rezept mit Honig. Wird ausprobiert!

Massagekerzen – Eine schöne Rückenmassage ohne eiskaltes Massageöl? Super!

Badepralinen – Noch habe ich keine Badewanne, aber sobald sich das ändert, werde ich diese Pralinchen machen.

Sonnenmilch – Ich bin ehrlich überrascht, darauf, Sonnenmilch selberzumachen wäre ich im Traum nicht gekommen. Um so spannender finde ich die Idee aber!

Minus 10 Anti Aging Serum – Viele (vermutlich teure) Zutaten, aber hört sich wirklich gut an für meine trockene & empfindliche Haut.

Hast du schon mal selbst Kosmetik gemacht? Was sind deine Erfahrungen und Lieblingsrezepte?

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4 Comments

  • Antworten Major 3. April 2016 at 09:56

    Jaa, selbstgemachte Kosmetik macht Spaß :3
    Ich hab schon Badepralinen, Seifen, verschiedene Cremes und ein Deo selbst gemacht.
    Vor allem bei Cremes bieten viele Selbstrührleute (meistens haben die einen Seifenladen und haben damit ihre Palette erweitert) oft Fettpasten an statt echten Cremes, davon bin ich rein gar nicht der Freund. Das ist dann quasi das, was du gemacht hast ohne Peeling, es schmilzt beim über die Haut ziehen. Mit mehr Sheabutter ist es auch streichbar – hat aber niemals einen Wasseranteil und braucht daher auch keinen Emulgator aaaaaber und jetzt kommt der Grund: Keinen Konservierungsstoff. Die Haut scheidet als Eigencreme aber eine Mischung aus Fett und Wasser aus. Und tut man nur Fett rauf als Creme, kann sie unter Umständen erstickend wirken. Bei mir ist das jedenfalls so, meine Haut fängt davon sogar an zu jucken.
    So eine leichte Bodylotion hat 1 teil Fett und 5 Teile Wasser, das heißt schon was ^^

    Ich freue mich, dass dir das selbst rühren auch spaß macht :)

  • Antworten Tabea 3. April 2016 at 19:28

    Da ich nie Kosmetik und Pflegeprodukte außer Handcreme verwende (und die auch nur sehr wenig und unregelmäßig), hatte ich auch noch nie das Bedürfnis, Produkte selbst zu machen.
    Wenn du allerdings gerne solche Produkte nutzt, dann finde ich es ziemlich lobenswert, dass du sie selbst erstellst und somit keine unnötige Chemie dafür verwendest :)
    Eine Bekannte von mir hat auch eine große Passion für selbst gerührte Dinge – sie macht sich häufig eine Gesichtscreme selbst und verwendet da gar keine gekaufte mehr.

    Liebe Grüße

  • Antworten Ginni 3. April 2016 at 19:50

    Diese festen Körperbuttern mag ich auch ganz gerne, jedoch eher im Winter, da sie mir im Sommer zu reichhaltig sind. Allerdings kaufe ich sie eher, als dass ich sie selbst mache :-)

  • Antworten Aki 3. Oktober 2016 at 15:12

    Ouh, Badepralinen habe ich schon gemacht. War ganz einfach, hat Spaß gemacht und das Ergebnis war suuuuper. :D
    Viel Spaß, wenn du die Sachen ausprobierst! :)

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