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Ankh-Morpork im Spieletest

Nachdem viele sehr interessiert an dem Scheibenwelt-Spiel Ankh-Morpork waren, stelle ich es euch heute vor. Ich habe das Spiel gestern Abend mit Pablo und Josi gespielt und – soviel verrate ich schon – es hat wirklich Spaß gemacht.

Und falls jemand tatsächlich die fabelhaften Bücher der Scheibenwelt von Terry Pratchett nicht kennen sollte, empfehle ich das ganz dringend nachzuholen!

Die Spielidee

Lord Vetinari ist verschwunden und die Stadt Ankh-Morpork somit führerlos. Diese Gelegenheit gilt es zu nutzen und Einfluss über die Stadt zu gewinnen. Ankh-Morpork ist dabei in verschiedene Stadtbezirke eingeteilt. Jeder Spieler verkörpert eine Figur aus den Büchern der Scheibenwelt, die ihre Handlager auf dem Spielplan verteilen und Gebäude bauen kann. Jede von ihnen hat eine bestimmte Aufgabe, bei deren Erfüllung der Spieler gewinnt:

Vetinari: Wer ihn kennt weiß, dass er natürlich nicht wirklich weg ist. Er bleibt selbst im Hintergrund und versucht über seine Spione die Stadt unter Kontrolle zu halten.

Chrysopras: Er häuft möglichst viel Gold an um seine Macht zu vergrößern.

Drachenkönig der Wappen: Der Drachenkönig will die Monarchie zurück. Natürlich mit ihm als Berater des Königs. Er versucht, Ankh-Morpork in Unruhe zu versetzen, damit die Bevölkerung sich nach einem König sehnt.

Samuel Mumm: Er versucht hauptsächlich, die Machtspielchen der anderen einzudämmen. Der Spieler, der Samuel Mumm verkörpert, gewinnt, wenn alle Karten durchgespielt sind, ohne dass jemand der anderen gewonnen hat.

Lord de Worde, Lord Rust, Lord Selachii: Die drei Lords versuchen, möglichst viele Bezirke der Stadt zu kontrollieren.

Die Persönlichkeiten der Spieler bleiben geheim. Dadurch, dass man das Spielziel der Mitspieler nicht kennt, ist es deutlich schwieriger einzuschätzen, wie man ihre Pläne vereiteln kann.  Ich habe gestern zum Beispiel Pablo verdächtigt, einer der drei Lords zu sein und deshalb verhindert, dass er fünf Stadtbezirke kontrolliert. Tatsächlich war er aber der Drachenkönig der Wappen und hat klammheimlich die Stadt in Unruhe gestürzt – wobei ich ihm unbewusst auch noch geholfen habe. Es gilt also, sein Ziel möglichst unauffällig zu erreichen.

Der Spielablauf

Der Spieler, der an der Reihe ist, darf eine Aktionskarte von seiner Hand spielen und die Aktionen darauf auuführen. Wohlgemerkt: Darf, nicht muss. Auf den Karten sind dabei meist mehrere Aktionen, zum Beispiel das Aufdecken einer Ereigniskarte, das Setzen eines Handlangers oder der Bau eines Gebäudes. Durch den Bau eines Gebäudes bekommt man bestimmte Vorteile, abhängig davon, in welchem Stadtteil man baut. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe.

Mein Meinung

Ich finde das Spiel sehr gelungen. Die Regeln sind relativ simpel und schnell verstanden und das Spiel kommt schnell in Gang. Die verschiedenen Spielziele und die Stadtbereiche haben mich ein wenig an Risiko erinnert, durch die Aktionskarten hat Ankh-Morpork aber etwas ganz eigenes. Ohne die entsprechende Karte kann zum Beispiel das Gebäude, das zum Sieg fehlt, nicht erbaut werden. Die scheibenweltliche Atmosphäre wurde gut eingefangen und dies macht das Spiel gerade für Fans der Bücher interessant, wobei das Spielprinzip auch ohne den Scheibenwelt-Hintergrund gut funktioniert. Die Materialen wirken wertig und passend. Ich werde das Spiel auf jeden Fall noch öfter spielen – zum nächsten Mal gleich heute Abend^^ Ein bisschen schade finde ich es, dass Ankh-Morpork mit maximal vier Personen spielbar ist. Ich hätte mir eine Version für mehr Mitspieler gewünscht. Dafür funktioniert es aber auch zu zweit. Das Spiel ist insgesamt sehr empfehlenswert, die Mischung aus Strategie und einem Quäntchen Glück macht wirklich Spaß!

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5 Comments

  • Antworten Andrea 12. November 2011 at 17:48

    Ui! Schönes Spiel!
    Muss ich haben! :)

  • Antworten July 13. November 2011 at 22:22

    Das klingt echt gut… und nach die Story gibt es ja auch in einem der Bücher (Hohle Köpfe), dort ist das Oberhaupt jedoch nicht verschwunden, Vitinari wurde vergiftet.

  • Antworten Gesine 15. November 2011 at 16:25

    Ich will das auch mal spielen…

  • Antworten Lillith 30. Dezember 2011 at 21:55

    Danke für den Tipp! Ich habs zu Weihnachten verschenkt und es ist toll. :-)

  • Antworten Willwoll 13. Januar 2013 at 15:42

    Will haben!

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