Brettspiel Zug um Zug
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Zug um Zug – Orientierungslos in Amerika

Ein kurzer Blick in unser Wohnzimmer zeigt es – ich bin ein Fan von Brett- und Kartenspielen. Sogar dann, wenn ich verliere. Was natürlich nur sehr selten der Fall ist ;) Ein Spiel, bei dem ich direkt beim ersten Mal verloren habe, ist Zug um Zug. Und das kam so:

Ich: „Hah! Mit diesem Ziel habe ich auf jeden Fall gewonnen! Denn ich habe eine Strecke quer durch Amerika nach Los Angeles gebaut!“

Lieblingsfreund: „Das ist San Francisco. 20 MINUSpunkte!“

Ich: „Was?! Nein! So ein *pieeeeep*. Die verwechsel ich IMMER!“

Warum ich euch das erzähle? Weil ich das Spiel trotzdem mag. Und das heißt schon was. Ich habe mir das Spiel Anfang des Jahres gekauft und seitdem viermal gespielt. Mein amerikanisches Geographiewissen ist seitdem etwas besser. Eine ganz, ganz kleine Ecke jedenfalls.

Zug um Zug

Über das Spiel

Das beste an „Zug um Zug“ ist aber, dass es so schön einfach ist. Auspacken, einmal die sehr kurze Anleitung überfliegen und schon rollen die Züge über den Spielplan. Das Spielprinzip ist so einfach, dass ich mir zutraue es in zwei Sätzen zusammenzufassen:

Jeder Spieler zieht verdeckt Zielkarten, die zwei zu verbindende Städte angeben. Hierfür müssen Bahnstrecken gebaut werden, die genauso viele Zugkarten einer bestimmten Farbe erfordern, wie sie lang sind. Die kompletten Spielregeln gibt es erfreulicherweise auch online auf der Seite des Herausgebers Days of Wonders.

Ziemlich simpel. Ich kann mir vorstellen, dass einigen das vielleicht zu einfach ist, aber wir mögen das Spiel deshalb besonders zum „warm spielen“. Ich habe das Spiel schon mit zwei, vier und fünf Leuten gespielt. Zu zweit ist es ok, richtig Stimmung kommt aber erst mit mehr Leuten auf. Es macht einfach zu viel Spaß, seinen Mitspielern die Strecken wegzuschnappen, auf die sie über mehrere Runden gespart haben.

Brettspiel Zug um Zug

Das Spiel ist ein eher kurzes Spiel, die Angabe von 30 – 60 Minuten auf der Packunk kommt etwa hin. Wobei ich nicht ständig auf die Uhr geguckt habe beim Spielen – meine Augen waren fest auf den Spielplan und meine Zielkarten fixiert. Meiner kleinen San Francisco / Los Angeles Schwäche verdanke ich es, dass ich meine Ziele geradezu zwanghaft immer wieder mit dem Spielplan abgleichen muss. Das passiert mir nicht nochmal!

Bonus: Cola-Test

Extra für euch habe ich das Spiel von meiner trotteligen Schwester sogar auf Colabeständigkeit testen lassen. Mit folgendem Versuchsaufbau: Alle Karten sind auf einem Haufen auf das Spielbrett gestapelt, volles Glas Cola (Marke egal) vor Versuchsperson A. Der Flüssigkeitstest wird durch eine ruckartige Armbewegung von Person A eingeleitet, woraufhin sich die klebrige Limonade über dem kompletten Spielmaterial ausbreitet.
Testergebnis: Nach einer Nacht Trocknung zwischen Küchenpapier, beschwert mit mehreren dicken Bildbänden meiner Eltern schweren Objekten, sehen die Karten fast aus wie neu. Test bestanden!

Mein Fazit

Eine kurzes, einfaches Spiel. Wird bei uns als Auftakt-Spiel genutzt, danach gehen wir dann zu längeren und komplizierteren Spielen über. Ich finde das Spiel lustig mit Leuten, die man auch ganz gerne mal ein bisschen ärgert – zum Beispiel mit den lieben Geschwistern. Bestimmt auch ein schönes Familienspiel für Runden mit Kindern (8+ sagt die Packung).

Und hey – wir wohnen in einem Bahnhof – da kann man doch wirklich kein passenderen Spiel spielen, oder? Besonders stimmungsvoll mit Bahnansage im Hintergrund. Vielleicht sollte ich das mal aufnehmen, damit ihr zuhause auch die passende Geräuschkulisse hab.

Mögt ihr das Spiel Zug um Zug (oder auch Ticket to Ride)? Welche kurzen und einfachen Spiele spielt ihr gerne?

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2 Comments

  • Antworten Windmeer 15. August 2015 at 14:51

    „Zug um Zug“ ist auch eines meiner Lieblingsspiele und gerade fällt mir auf, dass es mal wieder Zeit für einen Spieleabend ist. Wir haben allerdings nicht die USA-, sondern die Skandinavien-Version für maximal drei Personen. :-)

  • Antworten Katha 26. August 2015 at 21:42

    Ich kenne und liebe es! :D
    Eins der besten Spiele für unsere Mädels-Spieleabende, weil es einfach super witzig ist und man es gut nebenbei spielen kann.
    Wenn wir zu zweit spielen, bekommt jeder zwei Farben, dann dauert es ein bisschen länger und macht ein bisschen mehr Spaß find ich. Aber zu viert oder zu fünft ist es am besten!

    Liebe Grüße!

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