Kategorie: Anleitungen

  • Anleitung: Poi selber machen

    Anleitung: Poi selber machen

    Sockenpoi selber zu machen ist ganz einfach. Ich zeige dir, wie du dir Poi nähen kannst und habe dafür ein kostenloses Schnittmuster für dich erstellt.

    Mit genau so einem Paar selbstgenähter Poi habe ich vor vielen Jahren mit dem Poi spielen angefangen. Beim Blick zurück habe ich mich gerade doch etwas erschreckt – das ist ganze 15 Jahre her! Ich spiele noch immer sehr gerne Poi – wenn auch nur sporadisch. Aber gerade im Sommer hole ich meine Sockenpoi wieder häufig hervor – denn Poi spielen ist eine tolle Beschäftigung am Strand, im Freibad oder natürlich auch im Garten.

    Wenn du noch nie jemanden Poi spielen gesehen hast, verstehst du vielleicht gerade nur Bahnhof. Ich empfehle dir: Suche bei der Suchmaschine deiner Wahl nach Videos zu “Poi Performance”.

    Jetzt aber genug mit dem Geschreibe – wir wollen Poi nähen!

    Sockenpoi selber nähen

    Du brauchst

    Wenn du bereits eine Nähmaschine besitzt und gelegentlich nähst, wirst du vermutlich schon alles haben um Poi zu nähen:

    • Etwas Stoff (Jersey oder Webware, siehe weiter unten)
    • Grundausstattung zum Nähen: eine Nähmaschine & Nähgarn, außerdem Stecknadeln oder Klammern (Amazon*) und einen Rollschneider (Amazon*)
    • Zwei Luftballons
    • Reis oder Sand (ich nehme Milchreis – natürlich nicht zubereitet)
    • Optional: Eine Katze, die deine Arbeit überwacht

    * Die gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, wenn du auf den Link klickst und etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision.

    Hermann passt auf, das ich alles richtig mache.

    Stoffempfehlung

    Für die Poi kannst du unterschiedlichen Stoff verwenden. Je nachdem, ob du dehnbaren Stoff (Jersey) oder aber nicht dehnbaren Stoff (Baumwoll-Webware) verwendest, fühlt sich das Spielen mit den Poi später unterschiedlich an. Mach dir darüber aber nicht allzu große Gedanken – nimm einfach den Stoff der dir gut gefällt. Wichtig ist nur, dass du nicht zu dicken Stoff verwendest, da deine Poi sonst zu steif werden. Ganz normaler Jersey oder Webware (oft als Baumwolle bezeichnet) eignet sich wunderbar.

    Schnittmuster für Poi herunterladen

    Lade dir das Schnittmuster herunter, das ich für dich vorbereitet habe und drucke es aus. Es besteht aus zwei Din A4-Seiten. Wenn möglich, drucke es skaliert auf 100% oder in Originalgröße aus. Wenn du das nicht einstellen kannst, ist das für dieses Schnittmuster aber auch nicht dramatisch.

    Du kannst das Schnittmuster auf ganz normales Papier ausdrucken. Wenn du es öfter verwenden möchtest, empfehle ich dir es auf dickeres Papier zu drucken, damit es länger hält.

    Das Schnittmuster stelle ich dir kostenlos zur Verfügung. Du darfst dir so viele Poi damit nähen, wie du möchtest – das Weiterverkaufen des Schnittmusters ist allerdings nicht erlaubt.

    Schneide die vier Teile aus und klebe das Schnittmuster an den grau gekennzeichneten Flächen zusammen.

    Poi nähen

    Für ein Paar Poi mithilfe der Vorlage vier Stoffstücke zuschneiden.

    Der Stoff wird mit einem Rollschneider entlang des Schnittmusters zugeschnitten.

    Lege zwei Schnittteile rechts auf rechts aufeinander und stecke sie mit Stecknadeln oder Klammern zusammen. Markiere dir einen etwa acht cm langen Abschnitt im unteren Bereich als Öffnung.

    Zwei Schnittteile für die Poi sind mit Klammern links auf links aneinander geheftet. Eine 8 cm lange Öffnung ist markiert.

    Das Schnittmuster enthält bereits die Nahtzugabe von 0,7 cm – du kannst aber auch mit 0,5 oder 1 cm Nahtzugabe nähen – es werden in jedem Fall schöne Sockenpoi dabei herauskommen.

    Beginne an einer Seite deiner markierten Öffnung. Wenn du mit der Nähmaschine nähst, verriegel die Naht (dazu einfach ein paar Stiche vor und zurück nähen). Nähe dann einmal komplett an der Außenkante herum, bis du auf der anderen Seite der Öffnung ankommst. Wieder gut verriegeln. Wenn du mit der Overlock nähst, musst du nicht verriegeln sondern kannst die überstehenden Fäden nach dem Nähen verknoten.

    zwei Schnitteile für die Poi sind links auf links zusammengenäht, dabei wurde eine 8 cm lange Öffnung gelassen.

    Wende deinen ersten Poi und nähe dann deinen zweiten Poi genauso.

    Sockenpoi füllen

    Damit du mit den Poi gut spielen kannst, benötigst du Gewichte. Ich fülle dafür Luftballons mithilfe eines Trichters oder eines gerollten Stück Papier mit trockenem Reis.

    Die Öffnung eines Luftballons ist über das schmale Ende eines Trichters gezogen.

    Wichtig ist, das beide Poi gleich schwer sind. Wieg dir den Reis vor dem Füllen also vorher ab. Ich nehme 60-80 g je Poi. Natürlich kannst du das Gewicht auch nach deinen Vorlieben anpassen.

    Tipp: Die Ballons lassen sich besser füllen, wenn sie vorher einmal aufgepustet werden. Falls du trotzdem Probleme hast, den kompletten Reis in den Ballon zu bekommen, hilft dir eine leere (und trockene) Flasche. Fülle den Reis in die Flasche, puste den Ballon auf, halte ihn unten zu und ziehe dann die Öffnung über die Flasche. Jetzt solltest du den Reis ganz einfach in den Ballon schütten können.

    Stecke die Gewichte durch die seitlichen Öffnungen in deine genähten Poi und schon sind deine Sockenpoi fertig! Ich mache mir an den Enden noch einen Knoten, da ich die Poi dann besser halten kann. Durch die Position der Knoten ist es außerdem möglich, die optimale Länge der Poi für dich einzustellen.

    Knoten an den schmalen Enden der Sockenpoi

    Und schon sind deine neuen, bestimmt wunderschönen Sockenpoi fertig! Wenn du noch nie Poi gespielst hast und jetzt gar nicht genau weißt, wo du anfangen sollst, empfehle ich dir dieses Video.

    Wenn du Poi nach meiner Anleitung genäht hast würde ich mich sehr freuen, von dir zu hören 🙂

  • Buchnotizen und Lesezeichen – Vorlage Mini-Zine

    Buchnotizen und Lesezeichen – Vorlage Mini-Zine

    Seit einiger Zeit mache ich mir beim Lesen Notizen – und nehme beim Lesen viel mehr mit. Besonders bei Sachbüchern möchte ich nicht nur Lesen, sondern mich mit den Erkenntnissen oder Ideen auch beschäftigen. Total verrückt eigentlich, dass ich mich vorher nur auf mein Gedächtnis verlassen habe…

    Wie ich Buchnotizen mache

    Erst habe ich Buchnotizen digital geschrieben (in Obsidian). Aber ich fand es unpraktisch, beim Lesen mein Tablett mit Tastatur neben mir liegen zu haben oder zwischen meiner Lese-App und Obsidian zu wechseln. Ein paar Notizen mit der Hand zu machen ist einfacher. Darum habe ich mir eine Vorlage für ein kleines Heftchen (Zine) erstellt. Das Problem, dass meine Lesezeichen immer verschwinden habe ich so auch gelöst.

    Vorne zeichne ich das Buchcover. Das mache ich, weil mir das Zeichnen Spaß macht und weil ich so noch weiß, wie das Buch aussieht, wenn ich es später mal suchen sollte. Was ich ganz sicher tun werde.

    Es folgen zwei Doppelseiten für Notizen und Zitate. Je nachdem, was ich für ein Buch lese, fasse ich auf diesen Seiten Kernaussagen zusammen oder schreibe mir Dinge auf, die ich nicht vergessen möchte.

    Auf der letzten Seite folgt ein kleines Review des Buches – eine kleine Zusammenfassung, Themen und Ideen die ich mir aus dem Buch mitnehme und eine Sternebewertung.

    Falls es dich interessiert: Du siehst hier Fotos meiner Buchnotizen zum Buch „Achtsam Morden“ (Geniallokal*, Amazon*).

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    Kostenlose Vorlage zum herunterladen

    Lade dir gerne die Vorlage herunter und drucke dein eigenes Buchnotizen Zine! Vielleicht habe ich dich auch inspiriert, dir eine eigene Vorlage zu machen?

    Falls du noch nie ein Mini-Zine gefaltet hast, erkläre ich dir in diesem Artikel, wie es geht.

    ❤️ Persönliche Empfehlung: Guck dir auch das Zine “Read like an Artist” von Austin Kleon an, das er zum Download bereitgestellt hat. Ich bin ein großer Fan von den Regeln, die er für sich (und für dich?) hier aufstellt.

    Machst du dir auch Buchnotizen? Und wenn ja: Wie? Ich freue mich sehr, mich dazu auszutauschen!

  • Anleitung: Buchbinden mit dem Cross Stitch – Teil 2

    Anleitung: Buchbinden mit dem Cross Stitch – Teil 2

    Möchtest du lernen, wie du mit dem Cross Stitch ein sehr dekoratives Buch selber binden kannst? Diese Anleitung eignet sich sehr gut, wenn du dir selber ein Skizzenbuch, Notizbuch oder ein Junk Journal binden möchtest. Im zweiten Teil der Anleitung nähen wir den Cross Stitch und stellen das Buch fertig.

    Hier findest du den ersten Teil der Anleitung, dort zeige ich dir alle benötigten Materialen und erkläre dir, wie du eine Schablone, die Signaturen und den Buchrücken vorbereitest.

    Vorbereitung

    Schneide dir ein langes Stück Faden ab und fädel es durch deine Nähnadel. Wenn der Faden zu lang ist, wird das Nähen sehr schwierig. Ich schneide den Faden auf ca. 1 m Länge zu. Damit der Faden sich beim Nähen nicht vertüddelt, benutzt du am besten gewachsten Buchbinderzwirn (gibt es zum Beispiel bei Amazon*).

    Tipp: Wenn du während des Nähens bemerkst, dass dein Faden zu kurz ist, eignet sich der Weberknoten sehr gut um ein neues Stück anzuknoten. Wie das geht, zeigt zum Beispiel dieses Video sehr gut.

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    Buchbinden mit dem Cross Stich

    Als erstes stichst du mit deiner Nähnadel durch das oberste Loch deiner letzten Signatur, anschließend von Innen nach Außen durch das oberste, letzte Loch deines Buchrückens:

    So sieht es von Innen aus.
    Und so von Außen.

    Pass beim Nähen darauf auf, dass du durch deine vorgestochenen Löcher stichst. Ziehe am Faden, bis am Ende ein Fadenstück von ca. 10 cm Länge bleibt. Damit du den Faden beim weiteren Nähen nicht versehentlich durchziehst, fixiere das Fadenende. Ich habe dafür eine Foldbackklammer (Amazon*) verwendet.

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    Als nächstes stichst du von Außen nach Innen durch das zweite Loch in der zweiten Reihe. Nehme dir dann deine nächste Signatur und steche dort ebenfalls von Außen nach Innen durch das zweite Loch von oben. Vorsichtig festziehen.

    Drehe dir dein Buch vorsichtig wieder auf die Innenseite und schlage die zweite Signatur mittig auf. Näh jetzt durch das oberste Loch deiner zweiten Signatur und durch das zugehörige Loch des Buchrückens wieder nach Außen. Zieh dann deinen Faden fest.

    So sieht das von Innen für deine zweite Signatur aus.

    Diese Schritte wiederholst du jetzt für die nächste Signatur. Nähe also als erstes wieder durch das nächste Loch des Buchrückens der zweiten Reihe und das zweite Loch deiner nächsten Signatur.

    Dann wieder zurück durch das oberste Loch nach Außen. Zwischendurch immer gut festziehen.

    Wenn du alle deine Signaturen so eingeheftet hast, sieht dein Buchrücken so aus:

    Dein Faden kommt also aus dem rechten Loch der obersten Reihe. Jetzt nähen wir die Reihe zurück. Steche durch das zweite Loch von rechts in der zweiten Reihe, so dass das erste „X“ entsteht. Sei dabei vorsichtig, dass du wirklich genau die Löcher im Buchrücken und der Signatur triffst.

    Gehe auf der Innenseite der Signatur anschließend zurück durch das oberste Loch nach Außen:

    So sieht es von Innen aus.
    Und so von Außen.

    Wie immer: Gut festziehen. Auch diese Abfolge wiederholst du jetzt für alle deine Signaturen. Also Außen diagonal nach links gehen, auf der Innenseite der jeweiligen Signatur dann durch das oberste Loch zurück nach Außen. Wenn du das letzte „X“ genäht hast, sollte es so aussehen (Faden auf der Innenseite):

    Super, die erste Reihe ist geschafft und wir beginnen mit der nächsten! Nähe durch das dritte Loch in deiner Signatur und das zugehörige Loch des Buchrückens:

    Anschließend auf der Außenseite diagonal zurück nach oben:

    Und auch das wiederholst du jetzt für die ganze Reihe: Innen eine Reihe nach unten nähen, außen diagonal nach oben. Nachdem du in der letzten Signatur nach oben genäht hast, sieht es so aus:

    Jetzt geht es wieder zurück, diagonal nach oben links, um das „X“ zu vervollständigen. Wenn die Reihe fertig ist, nähst du von Innen durch das dritte Loch von Oben wieder nach Außen und startest mit der nächsten Reihe. Dieses Mal nähst du die erste Seite des „X“ wieder diagonal nach unten.

    Das Prinzip sollte jetzt soweit klar sein. Dein Buch wird jetzt immer stabiler werden. Ziehe den Faden weiterhin gut fest und nähe Reihe für Reihe deine „X“-Stiche.

    Zum Schluss musst du nur noch den Anfangs- und Endfaden verknoten. ZIehe den Faden dazu einmal unter der nächsten Nah hindurch, so dass eine Schlaufe entsteht. Durch diese Schlaufe den Faden fädeln und festziehen. Ich mache immer zwei Knoten und schneide dann den Faden bis auf ca. 2 cm ab.

    Herzlichen Glückwunsch – dein selbstgemachtes Buch ist fertig! Sieht richtig toll aus mit der Naht am Buchrücken, oder?

    Ich würde mich wahnsinnig freuen von dir zu hören, wenn du dir mit meiner Anleitung selber ein Buch gebunden hast. Hast du dir vielleicht auch ein Skizzenbuch selber gebunden? Falls etwas unklar ist, schreib mir ebenfalls gerne einen Kommentar.

    Viel Spaß beim Buchbinden 🙂

  • Anleitung: Buchbinden mit dem Cross Stitch – Teil 1

    Anleitung: Buchbinden mit dem Cross Stitch – Teil 1

    Möchtest du lernen, wie du mit dem Cross Stitch ein sehr dekoratives Buch selber binden kannst? Dann habe ich für dich diese Anleitung mit vielen Bildern geschrieben. Buchbinden mit dem Cross Stitch ist ideal, wenn du ein Skizzenbuch, Notizbuch oder ein Junk Journal machen möchtest. Im ersten Teil erstellen wir eine Schablone und stechen damit die Löcher im Umschlag und den Signaturen vor.

    Gestern habe ich meine Sachen für einen Workshop zusammengepackt. Stifte, Farben – alles da. Nur ein Skizzenbuch fehlt, obwohl ich mir absolut 100% sicher war, noch leere Skizzenbücher in meinem Vorrat zu haben. Was nun? Na klar – die Gelegenheit nutzen und endlich mal wieder selbst ein Buch binden! Ich habe mich für eine Bindung mit dem Cross Stitch entschieden, einer Variante des Long Stitch. Ich finde diese Art der Bindung sehr hübsch und es lässt sich flach öffnen, perfekt also für ein Skizzenbuch.

    Du brauchst

    Vorbereitete Signaturen und Buchdeckel für das Buchbinden mit dem Cross Stitch
    • Signaturen: Das sind die Innenblätter deines Buches. Du schneidest sie auf die doppelte Breite aus deinem Papier zu und faltest sie dann in der Mitte. Anschließend legst du jeweils 2 – 4 Bögen ineinander (je nach Papierdicke). Ich habe für mein Buch Packpapier recycelt.
    • Umschlag: Das ist die Außenseite deines Buches. Ich habe zwei Pappdeckel verwendet. Der Buchrücken besteht bei mir aus Filmoplast (Amazon*). Du kannst aber auch einen durchgehenden, flexiblen Umschlag aus (Kunst-)Leder verwenden.
    • Ahle oder Pricknadel oder alternativ eine dicke Nadel (Ich empfehle für den Anfang dieses Prick-Set bei Amazon*, da hier auch gleich eine dicke Filzunterlage mit dabei ist)
    • Buchbinderzwirn (am besten gewachsten Buchbinderzwirn bei Amazon*). Notfalls geht auch Stickgarn, das sich allerdings deutlich öfter verknotet als der gewachste Zwirn.
    • Nähnadel: Passend zu deinem Buchbinderzwirn und so dünn wie möglich.

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    Schablone vorbereiten

    Abhängig von deinen Signaturen bereitest du dir zunächst eine Schablone aus Papier vor.

    Schematische Vorlage für eine Schablone zum Buchbinden
    • Höhe deiner Schablone = Höhe deiner Signaturen
    • Die Anzahl der senkrechten Linien entspricht der Anzahl deiner Signaturen
    • Abstand zwischen den Linien: Wie dicht nebeneinander sollen die Signaturen sein? Nicht zu dicht, sonst kommt das Muster nicht gut zur Geltung. Ich habe 3 mm Abstand gewählt.
    • Die Breite deiner Schablone entspricht der Breite des Buchrückens. Links und rechts neben den senkrechten Linien solltest du noch etwas Abstand lassen (ca. 1/2 des Abstandes zwischen den Linien).

    Als nächstes überlegst du dir, wieviele Reihen du machen möchtest. Der Abstand zwischen den Reihen muss nicht unbedingt gleich sein. Ich empfehle dir, mindestens vier Reihen vorzusehen, damit das Buch am Ende stabil ist.

    Ich habe dir ein paar Beispiele aufgezeichnet:

    Vier Varianten einer Schablone für das Buchbinden mit dem Cross Stitch

    Buchrücken vorbereiten

    Nimm deine Schablone und befestige sie an dem Rücken deines Umschlages. Lege eine dicke Filzunterlage oder etwas ähnliches unter und stehe mit der Ahle / Nadel an den Kreuzungspunkten zwischen den horizontalen und senkrechten Linien Löcher in den Buchrücken. Das sieht dann ungefähr so aus:

    Hinweis: Unten habe ich mich etwas vertan und ein paar Löcher falsch gestochen – lass dich davon nicht irritieren. Fällt beim fertigen Buch kaum auf.

    Signaturen vorbereiten

    Falte eine deiner Signaturen auseinander und markiere dir mithilfe deiner Schablone die Punkte, an denen du die Papierblätter später an den den Umschlag nähst. Also mach dir an jeder waagerechten Linie deiner Schablone eine kleine Markierung in der Falz deiner Signatur. Durchsteche die Signaturen an diesen Punkten ebenfalls mit der Ahle oder deiner Nadel.

    Für die weiteren Signaturen kannst du eines deiner eben durchstochenen Blätter als Muster nehmen.

    So geht´s weiter

    Super, du hast jetzt alles vorbereitet um das Buch mit dem Cross Stitch zu binden. Wie das genau geht, erzähle ich dir in Teil 2.

    Wenn du Fragen zum Buchbinden mit dem Cross Stitch oder einen Tipp dazu hast, schreib gerne einen Kommentar.

  • Geschenkpapier selber machen: individuell, nachhaltig und Last Minute

    Geschenkpapier selber machen: individuell, nachhaltig und Last Minute

    Wir versuchen, weniger Müll zu produzieren und auf Einweg-Produkte zu verzichten. Auch Geschenkpapier steht damit auf der Abschussliste… Dann fiel mein Blick auf die großen Packpapierbögen, die in Paketen genutzt werden.

    Braunes Papier entspricht meinen ästhetischen Ansprüchen an liebevoll verpackte Geschenke nicht in allen Fällen. Darum habe ich das Papier gemeinsam mit meinem Sohn verschönert. Zusätzliches Plus ist die kreative Beschäftigung (der lieben Kleinen oder der eigenen Person).

    Da wir fast immer Verpackungspapier zuhause haben, ist das selbstgemachte Geschenkpapier auch eine gute Lösung für plötzlich entstehende Verpackungsbedarfe. Zum Beispiel sonntags oder nach Ladenschluss (dieser Beitrag wurde nicht zufällig am 23. Dezember veröffentlicht).

    Du brauchst

    * Die gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet, wenn du auf den Link klickst und etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision.

    Optional

    • Bügeleisen, wenn das Papier halbwegs glatt sein soll (ich verzichte aus Bequemlichkeit ästhetischen Überlegungen darauf)
    • kleine Helfer, wenn verfügbar

    So geht es

    Ganz einfach: Papier glattstreichen. Wer möchte, kann es bei niedriger Stufe etwas mit dem Bügeleisen glätten.

    Als nächstes eine schöne Farbkombi aussuchen. Gerade mit kleinen Kindern würde ich drei oder maximal vier passende Farben auswählen. Ansonsten werden die Farben gerne zu einem braunen Farbmatsch gemischt. Bewährt haben sich diese Farbkombis:

    • Magenta, Blau, Weiß
    • Gelb, Neongrün, Weiß
    • Magenta, Neonpink, Weiß + Neongrün nach dem Trocknen
    • Rot, Orange, Weiß
    • Blau, Magenta
    Packpapier, das mit roter und blauer Farbe bemalt wird

    Absolut empfehlenswert: Weiße Gouache-Farbe. Bildet pur einen schönen Kontrast und erhöht die Leuchtkraft in Farbmischungen. Unser Gelb ist zum Beispiel ungemischt aus der Flasche transparent und nicht deckend. Mit einem Spritzer Weiß leuchtet es richtig toll.
    Ich habe die Gouachefarben in Marmeladengläser gefüllt. So bleiben sie auch bei längerer Nichtnutzung schön feucht und mein Sohn kann die Farben selbstständig öffnen. Außerdem könnt ihr euch in den Gläsern auch Farbtöne in größerer Menge anmischen und aufbewahren.

    Wenn alles bereitliegt, kann es losgehen. Beim Malen achte ich auf drei Dinge:

    1. Nicht zu oft über die selbe Stelle malen. Ansonsten weicht das Papier auf und reißt.
    2. Auf dem ganzen Bogen soll Farbe landen. Ich drehe das Papier dazu zwischendrin, wenn mein Helfer malt. Mein Sohn malt nämlich mit Vorliebe rechts unten.
    3. Farbe nicht zu dick auftragen, da diese sonst später abplatzt. Also keine zentimeterdicken Farbschichten 😉

    Wenn das Werk vollbracht ist, kommt der schwierigste Teil: Warten, bis dein selbstgemaltes Geschenkpapier gut durchgetrocknet ist. Wer hier zu ungeduldig ist (also ich) riskiert, dass das Papier beim Einpacken reißt.

    Wir haben alle Geschenke erfolgreich verpackt. Du auch?

  • Mini-Zines Anleitung und gratis Zine

    Mini-Zines Anleitung und gratis Zine

    Disclaimer: Sei gewarnt – Zines zu gestalten macht wirklich süchtig!

    Kennst du Zines? Zines sind selbstgemachte Hefte, die unabhängig von Verlagen hergestellt werden. Toll ist, dass die Einstieg in die Zine-Produktion sehr einfach ist. Wenn du ein Blatt Papier und eine Schere sowie ein paar Stifte hast, kannst du loszulegen!

    Ich erstelle meine Zines meistens digital. Ein Zine in Procreate zu gestalten und dann das erste Mal zu drucken ist für mich schon fast Magie. Wobei ich der analogen Gestaltung mit Zeichnungen, Stempeln und vielleicht noch etwas Collage auch nicht abgeneigt bin! Nutze einfach die Materialien die du hast und mit denen du dich wohlfühlst.

    Meine Zines findest du übrigens hier.

    Mein Lieblingsformat sind aktuell Mini-Zines mit 8 Seiten, die aus nur einem Blatt Papier gefertigt werden. Die Begrenzung auf ein Blatt sorgt dafür, dass die Zine-Erstellung nicht so lange dauert. Da ein Mini-Zine übersichtlich ist, bietet es sich geradezu an, neue Ideen und Stile auszuprobieren. Es ist wirklich cool, wie aus einem flachen Blatt Papier mit ein bisschen Falten und Schneiden ein kleines Heft entsteht! Diese Fasziniation möchte ich mit dir teilen.

    Gratis Mini-Zine herunterladen

    Ich habe ein Mini-Zine über Mini-Zines gestaltet. In dem kleinen Heft findest du die ganze Anleitung im praktischen Hosentaschen-Format. Das Zine schenke ich dir, damit du direkt loslegen kannst. Lade dir das Zine herunter und drucke es aus.

    Du darfst das Zine gerne auch an deine Freunde weiterverschenken.

    Anleitung: Mini-Zine selber machen

    Ein Mini-Zine ist ein klassisches Zine-Format, bei dem aus einem Blatt Papier ein kleines Heftchen entsteht. Wenn du ein Din A4 Blatt verwendest, hat das fertige Zine die Größe Din A7. Du kannst aber natürlich auch mit einem Din A3 oder Din A5 Papier starten. Ich benutze meistens Din A4, da mir die Größe des fertigen Zines sehr gut gefällt und ich Din A4 zuhause drucken kann.

    Falte dir einen Zine-Prototypen aus einem leeren Blatt Papier:

    Dein Blanko-Zine kannst du jetzt gestalten – stempel, klebe, male und schreibe zu einem Thema, das dich interessiert.

    Zine kopieren

    Entweder, du kopiert dein Zine zuhause (wenn du einen Scanner und Drucker hast), fragst Familie oder Freunde oder gehst in einen Copyshop.

    Ich habe zuhause nur einen S/W Laserdrucker und genau diese Beschränkung finde ich sehr interessant! Ansonsten bin ich beim Malen und Zeichnen sehr bunt unterwegs – da ist schwarz / weiß eine schöne Abwechslung.

    Zine in Procreate erstellen

    Falls du gerne ein Mini-Zine in Procreate erstellen möchtest, kannst du dir hier meine Vorlage herunterladen. Ich zeichne aktuell fast alle meiner Mini-Zines in Procreate am IPad. Das geht nämlich auch im Bett (mit blöder Erkältung).

    Und jetzt – leg los und mach ein Zine! Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Zinetausch von zines.cool?

    Falls du Fragen hast, schreib mir gerne einen Kommentar.

  • Inchies – eine Anleitung mit Ideen und Inspirationen

    Inchies – eine Anleitung mit Ideen und Inspirationen

    Kennst du Inchies?

    Nicht so wirklich? Dann habe ich diesen Artikel genau für dich geschrieben! Aber auch, wenn du Inchies schon kennst, habe ich dir ein paar Ideen mitgebracht -scrolle einfach direkt bis zu den Ideen & Inspirationen!

    Was sind Inchies?

    Inchies sind kreativ gestaltete Quadrate die genau 1 x 1 inch groß sind. Dies entspricht 2,54 x 2,54 cm. Es gibt sie in allen möglichen Variationen – die meisten sind aus Papier, Pappe oder Stoff, du kannst aber auch Inchies aus Modelliermasse, Holz oder allem anderen, was dir so einfällt, machen. Das tolle ist, dass sie schnell gebastelt sind und du die kleinen Kunstwerke prima zu einem großen Werk verbasteln oder mit anderen tauschen kannst. Dazu am Ende des Artikels mehr.

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