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Unser Kater Hermann

Heute möchte ich euch Hermann vorstellen, unseren Kater. Der kleine Bagalut wohnt jetzt schon ein Vierteljahr bei uns, darum ist eine Vorstellung auch wirklich überfällig!

Wie Hermann zu uns kam

Wir sind Ende letzen Jahres in unser Haus mit großem Garten umgezogen – die perfekte Voraussetzung also, dass endlich eine Katze zu uns ziehen kann. Ich bin ein riesiger Katzenfan. Mein Lieblingsmann eigentlich gar nicht so sehr, aber „mir zu Liebe“ würde er sein Heim auch mit einem haarigen Vierbeiner teilen. Ein richtiger Katzenfan war er da nämlich noch nicht – seiner Meinung nach verteilen die Biester überall ihre Haare (was stimmt), beißen in Kabel (trifft für Hermann auch zu) und machen einem den Platz auf dem Sofa streitig (stimmt nicht).

So kam es also, dass wir vor drei Monaten meine Schwester ins Auto luden und gemeinsam ins Tierheim vier Orte weiter fuhren. Natürlich nur, um uns einen ersten Überblick zu verschaffen. Zur Sicherheit hatte ich allerdings schon einen schicken Kratzbaum und ein Katzenklo besorgt, man weiß ja nie… Und tatsächlich waren wir schon eine knappe halbe Stunde später verliebt. Wir, wohlgemerkt, denn mein Mann entwickelte dann im Tierheim eine unvorhergesehene Zuneigung zu einem ganz bestimmten Kater. Zu diesem kleinen Rauabuken, der damals noch Näschen hieß:

Es dauerte dann noch eine halbe Ewigkeit, bis wir das OK vom Tierheim für die Adoption des Katers bekamen. Gemeinsam belauerten wir am nächsten Morgen das Telefon, bis endlich der Anruf kam, dass wir den Kleinen abholen könnten. Da ließen wir uns natürlich nicht lange bitten und ich düste direkt los. Seine ersten Stunden verbrachte unser neuer Mitbewohner dann hinter der Waschmaschine. Um ihn nicht noch mehr zu verängstigen, ließen wir ihn daher auch erstmal ganz in Ruhe. Doch als ich es ein paar Stunden später mit freundlichem Zureden versuchte war schnell klar, dass Hermann unglaublich menschenbezogen ist. War ich mit im Raum: Kater kommt vor und lässt sich streicheln. Ging ich raus: Kater verschwindet hinter der Waschmaschine.

Verrückt oder britisch?

Unglaublich menschenbezogen ist Hermann immer noch. Sobald ich zuhause bin, ist er immer dabei. Alleine auf Toilette gehen? Geht – aber er miaut vor der Tür! Nicht schnell genug füttern? Da beißt er schon mal (vorsichtig) in den Fuß. Habe ich wohl nicht richtig verstanden, dass die Nahrungsaufnahme jetzt wirklich dringend ist. Nachts wird es langweilig, weil alle schlafen? Schnell die Spielangel geschnappt, die Treppe hochgeschleppt und ein bisschen auf dem Bett rumspringen. Irgendwann müssen die doch mal wach werden.

Hermann liebt es, zu spielen. Mit allem. Quietscheentchen, Eisstiele, Pfannenwender, Socken – alles prima Spielzeug! Nur eins findet der Kater gar nicht lustig. Besuch. Wehe es klingelt – dann ist Hermann ruckzuck unterm Bett oder im Schrank verschwunden. Vielleicht wird der Besuch im Laufe des Tages misstrauisch aus der Ferne beäugt. Aber streicheln dürfen ihn nur ganz wenige Auserwählte. Und natürlich auch nur kurz. Man weiß ja nie…

Mit all seinen kleinen Macken ist Hermann wirklich ein Charakterkater. Ein sehr liebenswerter. Aber trotzdem dachten wir einige Zeit, er wäre verrückt. Noch wahrscheinlicher erscheint uns aber, dass er einfach ein bisschen britisch ist. Tatsächlich hat er (aus unserer Sicht) optisch und charakterlich Anflüge eines britisch Kurzhaar-Katers.

Wohnungskatze?

Für mich gehört bei einer Katze der Auslauf draußen dazu. Ich wollte nie eine Rassekatze, die aufgrund irgendwelcher Anfälligkeiten nur im Haus bleiben darf. Für uns war also klar: Hermann bekommt eine Katzenklappe und kann tagsüber raus wie er lustig ist. Nach den ersten 4 Wochen drinnen zur Eingewöhnung, versteht sich.

So der Plan. Doch da hat er uns dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn beim ersten, obligatorischen Impftermin beim Tierarzt habe ich ihn gleich mal durchchecken lassen. Wenn man schon mal da ist – hat ja lange genug gedauert, ihn endlich in die Transportbox zu stopfen hineinzubegleiten. Und dann kam der Anruf: Grundsätzlich ist unser Kleiner fit. Aber er trägt leider das Katzenaids Virus (FIV) in sich. Die Krankheit ist bisher nicht ausgebrochen und wird es vielleicht auch nie, die Crux an der Sache ist aber: Wir können nicht ausschließen, dass Hermann draußen andere Katzen ansteckt. Ein Übertragungsrisiko besteht zwar nur durch einen Biss, aber ein Katzenstreit ist nun wirklich keine Seltenheit.

So haben wir jetzt einen großen Garten und einen Wohnungskater. Zum Glück ist unser Haus relativ groß, so dass er trotzdem viel Bewegung bekommt.

Wir haben darüber nachgedacht, eine zweite Katze mit Hermann zu vergesellschaften, aber im Tierheim wurde uns davon abgeraten. Hermann findet andere Katzen doof. Klar – dann verteilen sich Streicheleinheiten über zwei Köpfe. Schade, aber wir geben uns Mühe, Hermann trotzdem ein katzengerechtes und aktives Leben zu ermöglichen. Und zum Glück kann er wenigstens im Wintergarten die Sonne genießen!

Kurze Anmerkung: Hermann hat auf diesem Bild noch sein Winterfell. Er ist natürlich NICHT dick, sondern lediglich sehr flauschig!

Warum Hermann?

Zu guter Letzt jetzt noch die Erklärung, wie Hermann zu seinem Namen kam: Der zweite Nachname meines Mannes lautet Herrmann. Zum Einzug haben wir von einer lieben Freundin ein tolles, handgemaltes Namensschild bekommen, dass bis auf ein fehlendes „r“ perfekt ist. Was also tun? Die Lösung lag da ganz nah – das Türschild umdeuten und aus dem Nachnamen einen Vornamen für das neue Familienmitglied machen! Und der Name Hermann passt wirklich perfekt zu unserem kleinen Kater!

Allgemein, Draußen

Hummelglück – Mein Blog vom Garten

Wie ihr vielleicht anhand der Bilder zur Aktion 12tel Blick bemerkt habt, bin ich zur Zeit sehr viel im Garten. Ich mache viel im Garten, plane viel für den Garten, lese über Gartengestaltung und Pflanzen und denke über den Garten nach.

Anemone blanda

So viel, dass all meine Ideen aus diesem Blog einen Gartenblog machen würden. Nun blogge ich hier zwar über meine Hobbies, habe den Fokus aber auf kreativen Themen wie Fotografie, Zeichnen, Nähen und Co. Trotzdem möchte ich aber all meinen Gartenideen Raum geben. Darum habe ich dafür einen neuen Blog gestartet: Hummelglück!

Auf Hummelglück lasse ich euch an der Entwicklung des Gartens teilhaben. Der Name spiegelt meine Grundidee für die Gartengestaltung wieder: Ich möchte einen Garten haben, in dem nicht nur wir uns wohlfühlen, sondern auch Insekten und andere Tiere. Ich wünsche mir, dass es summt und brummt und immer etwas los ist draußen!

Löwenzahn

Ich würde mich freuen, euch drüben in meinem Gartenblog zu treffen! Ihr findet dort aktuell gerade einen Artikel, in dem ich euch zeige, wie ich einen Gartenplan gezeichnet habe und meine bisherigen Erfahrungen mit der Aufzucht von Stauden aus Samen.

Beiträge über meine anderen Hobbies findet ihr natürlich nach wie vor hier wieder, daran ändert sich nichts.

Der Bambus wird mit einem Bagger entfernt.
Draußen

12tel Blick – März 2017

Auch im März habe ich wieder ein Foto von meinem 12tel Blick gemacht (Foto vom 30.03.). Das Wetter war häufig richtig schön, an einigen Tagen konnte sogar ich Frostköttel im T-Shirt arbeiten. Und im Garten anzutreffen war ich wirklich häufig, manchmal unterstützt durch freundliche Gartenhelfer, allen vorran meine liebste Mutter.

Was hat sich verändert?

Ich habe mir das Beet vorne rechts im Bild vorgenommen. Nachdem der Kirschlorbeer ja schon im Februar verschwunden ist, hat der Rhodedendron einen neuen Platz bei der Mutter einer Freundin gefunden. Eine Heidenarbeit, so einen eingewachsenen Rhodedendron auszugraben! Ich hoffe, er wächst gut an in seinem neuen Zuhause.

Das Beet hat eine neue Form bekommen. Vorher hat es als langer Streifen beide Gartenteile so voneinander getrennt, dass es auf den ersten Blick so aussah, als ob hier unser Garten enden würde. Ich habe angefangen ein rundes Inselbeet mit breitem Rasendurchgang (nicht mehr im Bild) anzulegen, den auch der Rasenmähroboter problemlos durchqueren kann. Damit der Rasen in Zulunft nicht mehr ins Beet wachsen kann, wollte ich eine Rasen- oder Mähkante. Die klassischen Rasenkanten sind aber eher nicht so mein Geschmack, fügen sich dür mein Empfinden nicht gut ins Bild ein. Wir haben uns Pflastersteine aus Granit ausgesucht, die ich jetzt mit einem Unterbau aus Bssaltsplit verlege. Eine recht langwierige Arbeit, weil ich nebenbei auch die Rasensoden abtrage und das Beet umgrabe.

Vorher war das Beet voll mit Efeu und Sträuchern. Der Efeu ist jetzt in diesem Beet Geschichte (hoffe ich), denn in Zukunft soll dieses Beet schöne Sonnenstauden beherbergen. Die Sträucher habe ich etwas dezimiert, da einige doch sehr viele Schösslinge gebildet haben. Die verbliebenen werden jetzt beobachtet, ob sie mir im Beet gefallen oder ob sie im Garten umziehen dürfen. Denn aktuell habe ich bei einigen noch keine Idee, um was es sich handelt…

Auch das Beet rechts von der Terasse hat eine neue Form, befestigt mit Granitpflaster, erhalten. An den Beetrand habe ich Heucheras und ein paar Narzissen gesetzt, die bei der Rhodendendronaktion heimatlos geworden sind. Ich habe wohl eine klitzekleine Heucherasucht entwickelt – kann beim Gärtner nicht an den tollen Blattschmuckstauden vorbeigehen…

Wir haben den Bambus, der vorher im Hintergrund stand, durch eine Gartenbaufirma ausbuddeln lassen. Mithilfe des Baggers war der Bambus nach vier Stunden Geschichte. Jetzt heißt es abwarten, ob wirklich alles weg ist oder ob sich nochmal wieder irgendwo im Garten Bambushalme zeigen…

Ich bin wirklich froh, dass ich mir diesen Ausschnitt des Gartens ausgewählt habe, um ihn das Jahr über zu verfolgen. Genau in dieser Ecke tut sich derzeit einiges, was mir besonders auffällt, wenn ich die Bilder der ersten drei Monate miteinander vergleiche:

 

So geht´s weiter im April

Ich bin gespannt, wie sich diese Ecke im April weiterentwickeln wird. Auf meiner To-Do Liste steht jedenfalls schon einiges:

  • Einfassung Kreisbeet fertig machen
  • Elektrisches Schaf (Rasenmäher) installieren
  • Stauden beim Wachsen zusehen

Langfristig sollen auch die beiden Koniferen noch weg. Aber ob wir das dieses oder nächstes  Jahr angehen?

Allgemein

12tel Blick – Februar

Seit dem 28. Februar befand sich dieser Artikel schon im Entwurfsmodus. Das Foto für den 12tel Blick war fertig,  einzig der Text verlangte noch nach etwas Arbeit. Was also hat mich so lange abgehalten?

Der Garten natürlich! Das Wetter hat sich in den letzten Tagen mal etwas milder gezeigt und so haben wir fleißig geschuftet. Ein paar Veränderungen sind in meinem Februar-Bild auch schon zu erkennen: Wir haben mit der Rodung des Kirschlorbeers begonnen. 


Im Bild ganz vorne rechts stand im Januar noch ein Lorbeerbaum. Der musste weichen für einen rasenmäherfreundlichen Durchgang in den rechten Gartenteil. Aus meiner Sicht ehrlich gesagt kein großer Verlust – ich zähle mich nicht zu den Kirschlorbeer- und Koniferen-Freunden. Schon gar nicht, seitdem wir die fiesen Wurzeln ausgegraben haben… Diesen Monat stehen noch ein paar weitere große Aktionen im Garten an – unter anderem geht es (hoffentlich) dem Bambus an den Kragen. Der Geselle ist nämlich von der gemeinen, wuchernden Sorte. Aber natürlich haue ich nicht nur um, ich fülle die entstandenen Flächen auch mit schönen Pflanzen – eingezogen sind seit Hausübernahme schon eine Felsenbirne, ein Perückenstrauch, eine Weigelie, Kaukasusvergissmeinnicht und drei Lenzrosen. 

Ich hoffe, der März zeigt sich jetzt auch wieder von seiner freundlichen Seite, denn es gibt noch so viel zu tun! Das geht zwar auch bei Regen und Wind, ist aber bei Sonnenschein viel besser.

Draußen, Fotografie

12tel Blick – Januar 2017

Im letzten Jahr habe ich bei Monika auf Lilamalerie den Wechsel der Jahreszeiten verfolgt. Für die Aktion 12tel Blick von Tabea hat sie jeden Monat eim Foto der Aussicht von ihrem Balkon gemacht. RIchtig spannend, wie sehr sich dieser Blick jeden Monat wieder verändert hat!

Für mich ist dieses Jahr besonders spannend, wie sich unser Garten entwickelt. Bisher kenne ich ihn ja nur im Herbst und Winter. Daher war für mich klar: 2017 bin ich dabei beim 12tel Blick!

Ich bin einige Zeit durch unseren – doch recht großen – Garten gestapft, bis ich meinen Blick für 2017 gefunden hatte. Leider weiß ich nicht mehr ganz genau, wo ich die Kamera in welchem Winkel gehalten habe. Ich hoffe, das bekomme ich mit Ausprobieren im Februar wieder heraus…

Ich habe diese Ansicht gewählt, weil mich interessiert, was hier im Laufe des Jahres alles wächst und hoffentlich auch blüht. Außerdem habe ich in diesem Bereich des Gartens auch ein paar Umgestaltungen geplant. Mal gucken, was ich davon schaffe auch umzusetzen.

Zusätzlich zu der Aufnahme des 12tel Blickes plane ich immer ein paar weitere Aufnahmen. Jedes Mal unterschiedliche Motive – einfach, um die Veränderungen im Garten auch abseits meines Blickes festzuhalten. Diesen Monat habe ich zusätzlich  diese drei winterlichen Impressionen ausgesucht:

Alle Bilder sind am 17.01 – als der Schnee noch frisch war – entstanden.

Ich bin gespannt, wie sich mein Blick entwickeln wird!